Systemhaustipp Nr. 1: Führen Sie ein Verhandlungsgehalt ein

In deutschen Systemhäusern dominieren zwei Entlohnungsarten: Festgehälter und Bonuszahlungen mit direkter Kopplung an erreichte Ziele. Im ersten Fall verzichten Sie auf ein wichtiges Steuerungsinstrument, im zweiten Fall bleibt alles liegen, was nicht quantifiziert wurde. Und alles quantifizieren können Sie nicht.

 

Ich konnte sehr gute Erfahrungen mit einem Verhandlungsgehalt sammeln: Sie vereinbaren quartärlich 3-5 wichtige und SMARTE Ziele. Am Ende des Quartals besprechen Sie gemeinsam mit Ihrem Mitarbeiter den abgelaufenen Zeitraum. Bei bewerten Sie erreichte Ziele, aber auch viele andere Faktoren: Was ist außerhalb der Ziele gut gelaufen? Was war wirklich schlecht und muss sich ändern, auch wenn es nicht als Ziel formuliert wurde? Wie läuft die Teamarbeit?

 

Nach der gemeinsamen Besprechung kommt der Moment der Wahrheit: Jeder schreibt verdeckt auf einen Zettel, welche Summe des Quartalsbonus aufgezahlt werden soll. Dann vergleichen Sie die Beträge. Machen Sie sich darauf gefasst, dass nun eine erneute Diskussion beginnt. Seien Sie sich aber auch sicher, dass Sie noch nie einen so ehrlichen Austausch der Bewertungen erlebt haben. Eine gute Note ist schnell vergeben, „Sie sind mein bester Mitarbeiter“ ist schnell gesagt, aber beim Geld bekommt das Lob eine andere Qualität. Lassen Sie sich dabei übrigens verblüffen, dass Ihr Mitarbeiter nie den Höchstbetrag fordern wird und manchmal sogar unter Ihrem Vorschlag bleiben wird.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit diesem Tipp.

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